Reiterstübchen

Montag, 10. Januar 2011

Erstlings-Stöckchen

… gefunden und apportiert bei Thiara.
(Was in aller Welt habe ich mir dabei gedacht …)

Wann hast Du zuletzt Alkohol konsumiert?
Zu Silvester den Mitternachts-Anstoß-Sekt.

Was hast Du heute um acht Uhr in der Früh gemacht?
Autoschlüssel, Laptop und Schatz geschnappt, um ins Büro zu fahren.

Wie denkst Du über die Person, die Dir zuletzt geschrieben hat?
Auf Papier – nicht sehr Schmeichelhaftes.
Per eMail: Ach du armer Irrer …
SMS: :-) <3

Drei Worte, die beschreiben, als Du Dich zuletzt übergeben hast!
Nie – wieder – Tortellini!

Wie geht es Deinem Herzen?
Wie jetzt – physisch, medizinisch oder mehr im übertragenen Sinn?

Bist Du eine eifersüchtige Person?
Sicher.

Hast Du 2010 einen guten Geburtstag gehabt?
Ach du meine Güte – Geburtstag

Bist Du müde?
Gerade nicht so.

Was haßt Du am meisten?
Frieren.

Was liebst Du am meisten?
Den Schatz. Und unsere Sprösslinge.

Was denkst Du über Homosexuelle oder Bisexuelle?
Das Gleiche wie über jeden anderen Menschen auch.

Hattest Du Deine Socken schon mal verkehrt an?
Wie soll ich das verstehen – den rechten Socken auf dem linken Fuß?

Bist Du schon jemals „Plagegeist“ genannt worden?
In meiner Anwesenheit nicht. Aber vorstellen könnte ich es mir schon.

Hast Du Locken?
Eigentlich nicht.

Wer war letzte Nacht in Deinem Haus?
Alle, die dahin gehören.

Würdest Du noch einmal die Person küssen, die Du zuletzt geküsst hast?
Aber natürlich. Jederzeit.

Gibt es irgendwen, der Dich nicht mag, aufgrund etwas, dass Du nicht getan hast?
Keine Ahnung. Bestimmt.

Könntest Du Dir vorstellen, mit nur einem Rucksack nach Amerika zu wandern?
Hm. Könnte ich mir vorstellen, dass der Atlantik irgendwann mal trockenfällt?

Liebst Du zurzeit jemanden?
Na klar.

Hast Du heute irgendwen auf die Lippen geküsst?
Irgendwen?! Wo ist die Taste für Entrüstung? Ich küß doch nicht irgendwen!

Magst Du kuscheln?
Na klar.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Kuß erinnern?
Nein.

Letzte Person, über die Du geweint hast?
Ich denke, das war meine Mama.

Weinst Du leicht?
Nicht, wenn jemand dabei ist.

Erdbeermilch oder Bananenkuchen?
Erdbeermilch.

Letzter Film, den Du im Kino gesehen hast, und mit wem?
Shrek der Dritte mit dem Tochterkind.

BurgerKing oder MacDonalds?
BurgerKing.

Wo bist Du gerade?
Im Büro.

Was hörst Du gerade?
Die Kollegen in der Kaffeeküche.

Würdest Du lieber nach Tokio oder nach Paris reisen?
In Tokio war ich schon, daher eher nach Paris. Obwohl, Tokio war auch nett.

Hörst Du gerade Musik?
Nein.

Bist Du gerade allein?
Ja.

Wünscht Du Dir, Du wärest gerade irgendwo anders?
Eigentlich nicht. Wenngleich ich mir eine Reihe von Orten vorstellen könnte, an denen ich jetzt auch gern wär.

Magst Du Drama?
Davon hatte ich 2010 so viel – nein.

Hast Du Angst beim Achterbahn fahren?
Ich fahre nicht Achterbahn.

Was wirst Du heute noch machen?
Eines meiner Pferde behandeln, schätze ich.

Wann hast Du zuletzt die Hand von jemandem gehalten?
Heute früh.

Magst Du Fußball?
Harmoniert wunderbar mit Bügeln – man hat Hintergrundgemurmel, und wichtige Ereignisse werden wiederholt.

Das Seltsamste an Dir?
Keine Ahnung – daß ich immer noch da bin, obwohl mein MHD längst abgelaufen ist?

Denkst Du an jemanden, an den Du nicht denken solltest?
An wen sollte ich denn nicht denken?

Die schönste Äußerlichkeit am anderen Geschlecht?
Sind Lächeln und Stimme Äußerlichkeiten?

Wo kaufst Du die meisten Deiner Klamotten ein?
Im Internet, denke ich mal.

Wen haßt Du so richtig?
Es gibt da sicher den einen oder die andere, dem/der ich so richtig die Krätze und alle möglichen anderen Hässlichkeiten an den Hals wünsche. Aber Haß ist dann doch ein sehr, sehr starkes Wort, mit dem ich wirklich sparsam wäre.

Ißt Du mehr als drei Mahlzeiten am Tag?
Eher weniger.

Bist Du einfach?
Was ist das denn für eine Frage?

Wer kennt Dich besser, Freunde oder Familie?
Ich denke mal, die paar handverlesenen Freunde.

Ein Wort, das Deine Familie beschreibt!
Welchen Teil meiner Familie?
Die bei mir wohnen: Lieblingsschätze.
Die schon da waren, als ich geboren wurde: ZumGlückweitgenugweg.

Ein Wort, das Dich beschreibt?
Verrückt.

Magst Du Kaffee?
Ja. Eine ganze Weile nach einer guten Tasse Tee.

Glaubst Du an die Liebe?
Ich brauch nicht glauben.

Wenn Du im Weltall Urlaub machen könntest, würdest Du?
Klar.

Kannst Du kochen?
Ich denke schon. Mäkeltochterkind sagt es jedenfalls.

Letzte Person, mit der Du gesprochen hast?
Die Kollegin aus dem Nachbarbüro.

Letzte Person, mit der Du gestritten hast?
Ich streite nicht.

Was hast Du gedacht, als Du heute morgen aufgestanden bist?
Mist, jetzt habe ich nicht mitbekommen, ob Schule ausfällt!

Was hast Du für einen Computer?
Zu Hause: Ein Dell-Laptop.
Im Büro: Ein Dell-Laptop.

Was hast Du heute gelernt?
Bislang noch nichts, aber der Tag ist ja auch noch nicht vorbei. Wahrscheinlich irgendwas in der Art von „wenn du dem Pferd mit Waschlösung kommst, wäre es besser gewesen, dich wasserfest anzuziehen“. Oder so.
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Montag, 3. Januar 2011

...

Rückblickend war 2010 nicht unbedingt eines der Jahre, an die ich mich gern erinnern werde. Die Verluste an Leben und Zuversicht waren IMHO einfach zu beträchtlich, um zu einem positiven Abschluß zu kommen.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch noch ein wenig Gutes an 2010 fände – der Arbeitsvertrag beispielsweise, der erfreulicherweise mit höherem Gehalt einherging; oder der Gemüsegarten, der einen sehr ordentlichen Anfang genommen hat; und nicht zuletzt die Tatsache, daß auch der Schatz endlich nachzudenken begonnen hat, wie man dieser grässlichen ollen Bude unserem Haus zu einer günstigeren Energiebilanz verhelfen kann.

Und da ich bin, wie ich bin, würde ich auch zu gern wissen, was noch hinter der nächsten Ecke kommt. Hoping the best but expecting the worst.

Blianna mhath ùr – ein gutes Neues Jahr Euch allen!
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Donnerstag, 16. Dezember 2010

Girlande! Lichterkette!

Pünktlich Anfang November flatterten die ersten Kataloge von „Schöner Wohnen“, „Teurer Schenken“ und wie sie alle heißen ins Haus. Beim Durchblättern und sehnsuchtsvollen Seufzen reifte ein Entschluß: In diesem Jahr will ich eine Girlande haben!

Nun sind diese Plastikdinger ja eher unschön und Frau Rotfuchs eher knauserig geizig sparsam und daher kurz entschlossen, eine Girlande selbst anzufertigen; immerhin sind Strohbänder* reichlich vorhanden, und die Koniferen mussten auch noch zurückgeschnitten werden, um weiterhin unbeschadete Zufahrt zum Hof gewährleisten zu können. Also wurde Maß genommen und in mehrtätiger Arbeit aus unwilligem Ausgangsmaterial ein schönes, langes Band gehäkelt, mit Bändchen zum Fixieren versehen und an der Treppe probeaufgehängt. Sodann ging es zum Koniferenstutzen hinaus; allerdings ging ein schneidend kalter Wind, so dass Frau Rotfuchs befand, eine Schubkarre voll sei genug.

Und dann lag das Ganze zunächst mal. Das Band bereit und die Koniferenzweige im Weg.

Bis neulich abends plötzlich Aktivität ausbrach. Schlußendlich hing die Girlande an der Treppe, und Sohn drapierte eine Lichterkette daran und schmückte noch hübsch mit Kügelchen und Strohsternen.

Ich habe eine Girlande!

PHOT0008

*Für Nicht-Pferdeleute und Nicht-Landwirte: Strohbänder werden bei uns die stacheligen Dinger genannt, mit denen die handlichen kleinen Heuballen zusammengehalten werden. Eignen sich auch hervorragend, um als Putzhandschuh fürs Pferd oder kurzhaarigen Hund oder zum Fußabtreter verarbeitet zu werden.
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Dienstag, 7. Dezember 2010

...

Wir haben seit längerem einen Mitbewohner im Haus. Bislang hat ihn zwar niemand gesehen, aber es muß jemand da sein. Anders ist es nicht zu erklären – denn es verschwinden Dinge.

Dieser Jemand bevorzugt Zucker, Vanillinzucker, Hagelzucker, Puderzucker, Kandis, Zuckerstreusel, Schokostreusel, diesen Verzierkram für Kekse und Kuchen, Frühstücks-Cerealien, Nußnougat-Brotaufstrich, manche Marmeladen, Brötchen jeden Alterungsgrades, Kekse, Kuchen, Naschkram, Knabbereien, Mandeln und Nüsse ohne Schale, Äpfel, Milch, Apfelsaft, Eistee und seit neuestem meine Body Butter mit dezentem Kakao-Sahne-Karamell-Pralinenduft. Früher hatte Jemand auch ein Faible für meine Socken, aber das hat sich mittlerweile gegeben.

Auffällig ist, dass das Interesse jedes Mal endet, wenn das Objekt der Begierde bis auf einen winzigen, unbrauchbaren Rest geleert ist.

Für sachdienliche Hinweise, worum es sich bei dem Jemand handelt, wäre ich dankbar (ich habe ja einen Wichtel oder Hauskobold in Verdacht). Vorschläge, wie Jemand zu entfernen sei, sind natürlich erst recht willkommen. Ich wäre sogar bereit, über ein Erfolgshonorar zu verhandeln.
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Montag, 6. Dezember 2010

Donnerstag

Nach einem wirklich unerfreulichen und unproduktiven Arbeitstag im Büro durfte ich bei Schneetreiben noch losrutschen, um Pferdefutter zu kaufen und Wichtelgeschenke für die Kinder für die Schule. Nun ist der Ostfriese an sich mit Winterwetter völlig überfordert und fährt entweder unangemessen schnell oder übervorsichtig, selbst auf freier Strecke und geradeaus; und das war dem ohnehin schon dampfenden Gemüt nicht eben förderlich.

Mittendrin klingelte das Handy.

Tochterkind: „Mama! Wo bleibst du!?“
Frau Rotfuchs: „Pferdefutter kaufen. Ich habe doch gesagt, ich komme etwas später!“
Tochterkind: „Ja, aber jetzt ist es schon viel später! Wann kommst du?“

(Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es sich bei „viel später“ um etwa eine Viertelstunde handelte.)

Zu Hause angekommen, hockte das Tochterkind vor dem Fernseher. („Ich gucke doch nicht Fernsehen!“ Voller Entrüstung vorgetragen.) Auf dem Tisch lag haufenweise Müll von irgendwelchen Süßigkeiten und Knabbersachen, Tochterkinds Brotdose und ein paar leere Apfelsaftpackungen. Auf dem Esstisch bot sich ein ähnliches Bild, dazu noch leere Gläser und Schulbücher, die seit ein paar Wochen immer hin und her geschoben werden. Der Geschirrspüler war fertig, aber noch nicht ausgeräumt. Die Hunde wollten raus, die Hühner wollten rein. Tochterkind konnte sich nicht entscheiden zwischen „mir ist langweilig“ und „ich habe Hunger“. Der Kaminofen wollte mit dem Anfeuerholz, das der Schatz extra angefertigt hat, nicht in Schwung kommen. Und der Schatz steckt gerade mitten in einem Projekt, was seine Zeit frisst und dafür sorgt, dass er spät heim kommt und all die Tätigkeiten, die wir uns des Abends eigentlich teilen, überwiegend an mir hängenbleiben.

Ein unschuldiges „Wann machen wir denn die Girlande?“ von Sohn, während ich am Herd stand und Essen machte, war der Zündfunken, den es noch brauchte … Ich hab das Essen auf den Tisch geknallt, meine Familie angefaucht, man möge sich bedienen, und bin in den Stall zum Füttern gerauscht.

Solche Tage brauche ich wirklich nicht!
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Dienstag, 16. November 2010

Auricher Amtsgericht

Kennt einer von Euch noch das „Königlich bayrische Amtsgericht“? Für die Jüngeren unter uns: Das ist wie „Schillerstraße“. Nur als Gericht. Und ohne Vorsagen.

Nachdem wir inzwischen Zeugen hatten, die nichts zu sagen wussten, und Zeugen (der Gegenklage), die nicht da waren sowie Anwälten, die gebeten hatten, dem Richter zu sagen, sie kämen etwas später, hatten wir nun zwar eine vollständig versammelte Gegenseite, aber unsererseits einen Anwalt, der nicht zugegen war. Wenn ein Anwalt untentschuldigt fehlt, ergeht ein Versäumnisurteil, dagegen kann man Einspruch erheben, das sorgt aber dafür, dass das Ganze noch ein wenig in die Länge gezogen wird.

So. Und nun saß ich gestern wieder einmal in Aurich beim Amtsgericht für nichts und wieder nichts. Es wäre DIE Gelegenheit gewesen, den Unsinn ein für allemal zu beenden und vielleicht sogar dieses Jahr noch ein Urteil zu bekommen. Aber wegen des Fehlens unseres Anwalts bin ich nicht mal aufgerufen worden. Ich habe keine Ahnung, was die Gegenseite zu sagen hatte, und ich hatte keine Gelegenheit, Dinge richtigzustellen, die die Lügenliese, die versucht, uns um unser Geld zu bringen, vielleicht von sich gegeben hat.

Wahrscheinlich kann ich in ein paar Jahren darüber lachen.

Jetzt allerdings ist mir eher zum Heulen zumute.
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Dienstag, 9. November 2010

Licht!

Als wir in die gräßliche zugige Butze das alte Haus eingezogen sind, haben wir ja nur das Nötigste renoviert – andere Dinge standen im Vordergrund. Das heißt, die meisten Zimmer sind im ursprünglichen bis maximal teilrenoviertem Zustand. Auch die Beleuchtung, da die meisten unserer Lampen den Umzug – na sagen wir, recht verteilt überstanden haben und noch nicht alle Teile wieder aufgetaucht sind.

Nun entspricht der Geschmack unseres Voreigentümers eher dem meiner Eltern. Das wiederum bedeutet einen unübersehbaren Hang zu Eiche antik, Nussbaum und dekorativen Schnörkeln sowie Beleuchtung, die entweder lediglich zum Auffinden des Weges reicht oder stark an die Vergangenheit als Gaststätte erinnert.

Und am Wochenende war es soweit …

Die Clubhaus-Herrenzimmer-Doppelkopf-Skatrunden-Lampe über dem Esstisch, ein hässliches Monster aus Holzbalken, Gusseisen, kupfernen Petroleumbehälter-Placebos, Glaszylindern und Lampenschirmen, ist rausgeflogen, ersetzt durch unsere schöne Pendelleuchte. Wundervolles, weiches Licht über dem Esstisch, sehr angenehm auch für den Rest des Zimmers.

Wieder ein Stückchen mehr zu Haus.
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Freitag, 22. Oktober 2010

Dezenter Cacao-Duft

Seit einigen Jahren wandelt sich Frau Rotfuchs mit dem Ende des Sommers allmählich zu einer Drachendame: Zuerst werden die Hände um die Knöchel herum rau und rissig, dann wird die Haut an den Schienbeinen dünn, trocken und schuppig. Und bei ganz viel Kälte und großem Streß dehnt sich dieses Phänomen auf die gesamte Körperoberfläche aus – hrmpf.

Bei den Händen hilft nur Geduld, cremen und Handschuhe bei Draußenaufenthalten und Arbeiten aller Art. Für die restlichen Sanierungsarbeiten reicht tägliches liebevolles Eincremen eigentlich aus, wobei – meist aus der Not heraus – die Zutaten wechseln: Kaum ist ein brauchbares Produkt gefunden, das freundlich zur Haut ist und nicht aufdringlich riecht, wird es kurze Zeit später vom Markt genommen. Ärgerlich.

Nun, dieses Jahr fiel mir eine Body Butter mit „dezentem Cacao-Duft“ in die Hände. Kannte ich noch nicht, schien vielversprechend, wurde mitgenommen. Tatsächlich scheint es eher eine Creme zu sein; aber wie auch immer, sie ist gut zu meiner Haut und fühlt sich fabelhaft an.

Allerdings rieche ich jetzt wie eine Sahne-Karamell-Praline.
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Freitag, 8. Oktober 2010

Projektwoche II

Nachdem der Auftakt eher auf eine Höllenwoche hat schließen lassen, endete die Projektwoche fast schmerzfrei heute nach der vierten Stunde gegen 11 Uhr.

Schrieb ich wirklich 11 … ?

08:56 Noch nicht lange im Büro – Computer gestartet, alle erforderlichen Programme geöffnet, ersten Cappuccino geholt – Handy vermeldet eine SMS. „Kannst du mich nach der 2stunde abholen? LG Tochterkind“

SMS zurück: „Aber liebes Tochterkind, ich bin hier im Büro und ARBEITE! Wie soll ich Dich denn abholen?“

09:02 Nächste SMS: „Bitte jetzt abholen“

Irritiert und besorgt verlasse ich das Funkloch in meinem Büro (hätte das Handy auf der anderen Seite der Tastatur gelegen, hätte ich nicht mal eine SMS bekommen …) und rufe das Tochterkind an, was denn passiert sei.

„Wir sind schon fertig, Mama, und alle anderen aus meiner Projektgruppe fahren jetzt nach Hause, bitte, bitte hol mich auch ab, sonst muß ich hier bis zur vierten Stunde alleine sitzen.“

Und das Kind war voller Unverständnis darüber, dass man nicht alles stehen und liegen lässt. Wo doch alle anderen
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Dienstag, 5. Oktober 2010

Projektwoche

Die Schule unserer Kinder veranstaltet diese Woche eine Projektwoche. So etwas finde ich toll. Allerdings hätte ich nie mit solchen Auswirkungen auf unser familiäres Leben gerechnet.

06:15 Aufstehen. Frühstück vorbereiten, Essen zum Mitnehmen einpacken.
06:23 Tochterkind (Projektleiterin „Lyrik und Literatur“) aus dem Bett schubsen, weil sie ihren Wecker nicht gehört hat.
07:00 Tochterkind aus dem Haus befördern.
07:43 Zwei Weidezaunpfähle ersetzen, damit die Ponies und die Hengste nicht abhauen.
08:04 Expressduschen gehen.
08:22 Mit den Hunden starten.
08:35 Sohn (Projekt „Landwirtschaft“) ermahnen, rechtzeitig fertig zu werden. Zur Arbeit fahren.
11:28 Anruf von Sohn: „Kann ich den Kuchen essen und noch PlärrStation spielen, bis ich abgeholt werde?“
14:23 Anruf von Tochterkind: „Der hat alles rumliegen gelassen! Kann ich fernsehen?“
14:48 Anruf von Tochterkind: „Die Schule hat angerufen, du sollst Sohn abholen, der ist umgekippt.“
14:52 Alarmstart vom Parkplatz. Warnleuchte im Cockpit geht an.
15:20 Schwer lädiertes Kind mit blutigem Pflaster am Kinn an der Schule in Empfang genommen. Berichtet bekommen, Sohn sei bei der Besichtigung des eines Melkstandes umgestürzt wie ein Brett.
15:58 Eintreffen beim Hausarzt. Lesen der Bedienungsanleitung entschlüsselt Warnleuchte als „Problem in der Abgasanlage. Fachbetrieb aufsuchen.“ Toll.
17:03 Hausarzt stellt fest, das müsse genäht werden. (Ach.) Sämtliche Termine inzwischen geplatzt, weil kein Handyempfang, also keine Möglichkeit, irgendwas zu regeln.
17:14 Zu Hause. Nach dem Rechten sehen, ein paar Telefonate erledigen, ein paar Sachen fürs Krankenhaus zusammenpacken.
17:30 Anruf vom Projektbetreuer, wie es Sohn denn wohl ginge.
17:35 Auf ins Krankenhaus!
18:05 Ein paar kurzweilige Gespräche über Notfälle, Erstversorgung und das richtige Ausfüllen von Begleitzetteln.
19:40 Wieder zu Hause. Tochterkind gelobt für fleißiges Helfen. Sohn weggepackt, um Essen gekümmert. Katzenbande gefüttert, Hühner rein, Hunde raus. Kinder ins Bett befördert.
21:00 Projektbetreuer angerufen, neueste Erkenntnisse mitgeteilt, die Modalitäten des zweiten Projekttages besprochen.
21:20 Alles erledigt. Inclusive des Tages und meiner Person.

Ich bin schon so auf den Rest der Woche gespannt.
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Utn Peerstall

Das sind keine Haflinger!

gerade im Stall:

Du bist nicht angemeldet.

Stallordnung

Alle Einträge von cu ruadh sind extrem subjektiv und aus persönlichem Erleben entstanden. Anmerkungen und Kommentare sind erwünscht, allerdings bitte ich um einen höflichen und freundlichen Umgangston. Kurz gesagt: Wer pöbelt, suche sich einen anderen Stall!

Besucher im Peerstall:


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