StVRL
„Hier in Ostfriesland handhaben wir die Dinge etwas anders“, das sagte Johann* damals, bevor wir hierherzogen. Was alles zu diesen Dingen gehört, findet man erst heraus, wenn man hier eine Weile lebt.
So hat zum Beispiel die Straßenverkehrsordnung eigentlich Gültigkeit im gesamten Bundesgebiet. Eigentlich. In Ostfriesland degeneriert die StVO zur Richtlinie mit einigen wenigen bedeutsamen Eckpunkten. Der Rest ist Interpretationsspielraum.
Das Basiswissen Straßenverkehr ist schnell zusammengefaßt:
Die Markierungen auf der Straße zeigen an, wo ungefähr man fahren soll.
An roten Ampeln hält man an.
Stopschilder bezeichnen potentiell gefährliche Kreuzungen, an die man heranfährt, um die Ecke schielt und bei Bedarf ordentlich Gas gibt.
Geschwindigkeitsbeschränkungen sind grobe Richtwerte.
Wo ein Auto hinpaßt, kann man parken.
Freizuhalten sind nur eigene Grundstückszufahrten. Alle anderen siehe oben.
Besonders bemerkenswert die die Ermittlung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man weiß, wo man langfahren wird und welche Geschwindigkeitsbeschränkungen (im Folgenden vBesch genannt) unterwegs zu finden sind und ermittelt den ungefähren Durchschnittwert. Oder aber man verfährt nach der einfachen Formel vBesch + (vBesch – Alter des Fahrers). Und da die Kontrollen spärlich und stets an bekannten Stellen stattfinden, ist das ebenso probat wie das Telefonieren des Fahrers während des Fahrens.
Einzig der bedauerliche Zustand der Straßen gebietet hier etwas Einhalt. Vielleicht erklärt das ja auch den Hang der Ostfriesen zu SUVs.
____________
* Ich nehme - rein aus Gründen der Anonymität natürlich - den hier sehr verbreiteten Vornamen Johann mal als Pseudonym für den freundlichen Voreigentümerunserer Bruchbude unseres Eigenheimes und Träger eines anderen, hier ebenfalls sehr verbreiteten Vornamens
So hat zum Beispiel die Straßenverkehrsordnung eigentlich Gültigkeit im gesamten Bundesgebiet. Eigentlich. In Ostfriesland degeneriert die StVO zur Richtlinie mit einigen wenigen bedeutsamen Eckpunkten. Der Rest ist Interpretationsspielraum.
Das Basiswissen Straßenverkehr ist schnell zusammengefaßt:
Die Markierungen auf der Straße zeigen an, wo ungefähr man fahren soll.
An roten Ampeln hält man an.
Stopschilder bezeichnen potentiell gefährliche Kreuzungen, an die man heranfährt, um die Ecke schielt und bei Bedarf ordentlich Gas gibt.
Geschwindigkeitsbeschränkungen sind grobe Richtwerte.
Wo ein Auto hinpaßt, kann man parken.
Freizuhalten sind nur eigene Grundstückszufahrten. Alle anderen siehe oben.
Besonders bemerkenswert die die Ermittlung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man weiß, wo man langfahren wird und welche Geschwindigkeitsbeschränkungen (im Folgenden vBesch genannt) unterwegs zu finden sind und ermittelt den ungefähren Durchschnittwert. Oder aber man verfährt nach der einfachen Formel vBesch + (vBesch – Alter des Fahrers). Und da die Kontrollen spärlich und stets an bekannten Stellen stattfinden, ist das ebenso probat wie das Telefonieren des Fahrers während des Fahrens.
Einzig der bedauerliche Zustand der Straßen gebietet hier etwas Einhalt. Vielleicht erklärt das ja auch den Hang der Ostfriesen zu SUVs.
____________
* Ich nehme - rein aus Gründen der Anonymität natürlich - den hier sehr verbreiteten Vornamen Johann mal als Pseudonym für den freundlichen Voreigentümer
cu ruadh - 9. Mai, 13:52
Zu finden in: Land und Leute
