Donnerstag, 2. Dezember 2010

Frost

Wie inzwischen wohl jeder weiß, ist es kalt in Norddeutschland. Auch die Temperaturen im Stall sanken zunehmend, bis gestern morgen …

Schatz: „Wir müssen dann jetzt Eimer schleppen.“
Frau Rotfuchs: „??“
S: „Na Wasser. Für die Pferde.“
R: „Wieso? Funktioniert das Heizkabel nicht?“
S: „??“
R: „Na, das Heizkabel, was Du im Sommer an der Wasserleitung verlegt hast.“
S: „Das heizt nur die Wasserleitung. Die Tränken sind eingefroren.“
R: „Du meinst, wir haben einen Haufen Geld im Stall um die Rohre gewickelt, damit wir jetzt noch einen Winter Eimer schleppen dürfen?!“
S: „Ja … ist halt nicht fertig geworden …“

(Fast das gleiche Gespräch entwickelte sich am Abend noch einmal. Diesmal mit Schatz und Sohn.)
Zu finden in: Stall und Weide

Samstag, 27. November 2010

WAAAAAH!!

Während sich in der Waschküche die Wäsche stapelt, beliebt die Waschine ihren Dienst einzustellen. Arrgh! Und ich habe nichts mehr anzuziehen!

Und da wir hier in Ostfriesland sind, ist der nächste Waschsalon in Bremerhaven.

Grmplrmph rtrmbrmbl hrrdnxrfmpl ...
Zu finden in:

Freitag, 19. November 2010

Vorweihnachtszeit II

… eine schöne Zeit voller heimlicher, liebevoller Vorbereitungen, Planungen, Backereien, Kochereien …

Das war einmal.

Wenn die Tage kurz werden, die Weihnachtsdekorationen in den Läden auftauchen und die Zeitschriften von Festtagsmenü- und Weihnachtskeksrezepten nur so wimmeln, schleicht sich ein dunkles, drückendes, unerfreuliches Gefühl ein. Beginnender Alarmzustand.

Es war in der Vorweihnachtszeit, als die Liebe meines Lebens mit Tränen in den Augen sagte, es täte ihm leid, doch es ginge nicht, er könne nicht mit mir zusammen leben, seine Sachen einpackte und ging und mich zurückließ in einem Haufen ungezählter Scherben, der einst mein Leben war.

Es war in der Vorweihnachtszeit, als ich von einem Lehrgang zurückkam und meine Tochter mit gebrochenem Schienbein vorfand, und es war ein Adventssonntag, den ich mit der Hundedame beim Tierarzt für eine Notoperation verbrachte, nicht wissend, ob ich mehr als ein Halsband wieder mit nach Hause bringen würde.

In der Vorweihnachtszeit haben wir erfahren, dass des Schatzes Abteilung verschlankt und „outgesourct“ werden sollte – ohne ihn. Ein paar Jahre später entschloß sich der damalige Arbeitgeber des Schatzes, den Ableger, bei dem er tätig war, zum Jahresende zu schließen und die Mitarbeiter so kurzfristig wie möglich darüber zu informieren.

Und letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit standen wir vor einem leeren Stall, weil die junge Dame, die ihre vielen Pferde bei uns einstellen wollte, gar keine Pferde hatte, sondern ein Problem mit der Wirklichkeit. Dafür hatten wir ihren Anwalt am Hals, der noch unbedingt Geld herausschlagen wollte.


Irgendwie hat die Vorweihnachtszeit ihren Glanz verloren.
Zu finden in: Über die Weiden geschaut

Mittwoch, 17. November 2010

Vorweihnachtszeit

Mir ist schon aufgefallen, dass der Schatz in den letzten Tagen immer stiller wurde. Warum, ahnte ich, als eine mail kam mit folgendem Satz: „Ich merke seit einer Weile das ich mich doch recht schwer damit tue hier heimisch zu werden.“

Denn es fehlt an allen Ecken und Enden hier in Ostfriesland, und das merkt man besonders in der Vorweihnachtszeit schmerzlich. Es gibt keine nennenswerten Innenstädte für einen Schaufensterbummel (tatsächlich ist die „Innenstadt“ der Einkaufsstadt Aurich vergleichbar mit Peine – wer weiß, wo das liegt?). Der Auricher Weihnachtsmarkt ist so überschaubar, dass es länger braucht, einen Parkplatz zu finden als über den Weihnachtsmarkt zu schlendern. Es gibt keine „richtigen“ Kaufhäuser, durch die man stöbern kann, weder für Bekleidung noch für Möbel. Selbst der traditionelle Erwerb des Baumes am 23. Dezember ist nahezu unmöglich, da der Ostfriese an sich seinen Baum Ende November erwirbt, und danach „is up“. Von „mal eben“ bei Freunden zum Adventskaffee einzufallen will ich gar nicht mehr reden – bei drei Stunden Anfahrt überlegt man sich das schon …

Wir haben es ja so gewollt.

Aber manchmal …
Zu finden in: Über die Weiden geschaut

Dienstag, 16. November 2010

Auricher Amtsgericht

Kennt einer von Euch noch das „Königlich bayrische Amtsgericht“? Für die Jüngeren unter uns: Das ist wie „Schillerstraße“. Nur als Gericht. Und ohne Vorsagen.

Nachdem wir inzwischen Zeugen hatten, die nichts zu sagen wussten, und Zeugen (der Gegenklage), die nicht da waren sowie Anwälten, die gebeten hatten, dem Richter zu sagen, sie kämen etwas später, hatten wir nun zwar eine vollständig versammelte Gegenseite, aber unsererseits einen Anwalt, der nicht zugegen war. Wenn ein Anwalt untentschuldigt fehlt, ergeht ein Versäumnisurteil, dagegen kann man Einspruch erheben, das sorgt aber dafür, dass das Ganze noch ein wenig in die Länge gezogen wird.

So. Und nun saß ich gestern wieder einmal in Aurich beim Amtsgericht für nichts und wieder nichts. Es wäre DIE Gelegenheit gewesen, den Unsinn ein für allemal zu beenden und vielleicht sogar dieses Jahr noch ein Urteil zu bekommen. Aber wegen des Fehlens unseres Anwalts bin ich nicht mal aufgerufen worden. Ich habe keine Ahnung, was die Gegenseite zu sagen hatte, und ich hatte keine Gelegenheit, Dinge richtigzustellen, die die Lügenliese, die versucht, uns um unser Geld zu bringen, vielleicht von sich gegeben hat.

Wahrscheinlich kann ich in ein paar Jahren darüber lachen.

Jetzt allerdings ist mir eher zum Heulen zumute.
Zu finden in: Reiterstübchen

Dienstag, 9. November 2010

Licht!

Als wir in die gräßliche zugige Butze das alte Haus eingezogen sind, haben wir ja nur das Nötigste renoviert – andere Dinge standen im Vordergrund. Das heißt, die meisten Zimmer sind im ursprünglichen bis maximal teilrenoviertem Zustand. Auch die Beleuchtung, da die meisten unserer Lampen den Umzug – na sagen wir, recht verteilt überstanden haben und noch nicht alle Teile wieder aufgetaucht sind.

Nun entspricht der Geschmack unseres Voreigentümers eher dem meiner Eltern. Das wiederum bedeutet einen unübersehbaren Hang zu Eiche antik, Nussbaum und dekorativen Schnörkeln sowie Beleuchtung, die entweder lediglich zum Auffinden des Weges reicht oder stark an die Vergangenheit als Gaststätte erinnert.

Und am Wochenende war es soweit …

Die Clubhaus-Herrenzimmer-Doppelkopf-Skatrunden-Lampe über dem Esstisch, ein hässliches Monster aus Holzbalken, Gusseisen, kupfernen Petroleumbehälter-Placebos, Glaszylindern und Lampenschirmen, ist rausgeflogen, ersetzt durch unsere schöne Pendelleuchte. Wundervolles, weiches Licht über dem Esstisch, sehr angenehm auch für den Rest des Zimmers.

Wieder ein Stückchen mehr zu Haus.
Zu finden in: Reiterstübchen

Dienstag, 26. Oktober 2010

Bitte bevorraten Sie sich!

Wir haben Hühner. Seit Anfang April, denn da sind die puschligen kleinen Federbällchen bei uns eingezogen. Mitte Mai ist dann noch ein prächtiger Gockel dazu gekommen, und seit Ende Juni haben wir sehnsüchtig auf die Produkte unserer fleißigen Hühnerschar gewartet.

Aber die Mädels haben überhaupt nicht daran gedacht, sich nach irgendwelchen Vorgaben von Fachbüchern oder geübten Geflügelhaltern zu richten. Wirklich fleißig waren sie in erster Linie beim Vernichten des Futters, Verbrauchen von Wasser und Wachsen. Göcka, der Hahn, ist immer noch prächtig, aber im Vergleich zu seinen Hühnern wirklich winzig (wenngleich sie ihn immer noch durchaus ernst nehmen).

Mitte August, als wir bereits überlegten, wer wohl als erstes in den Ofen wandert, lag plötzlich ein hellbraunes Ei im Nest. Und von da an verging kein Tag mehr ohne Lieferung – erst täglich eines, nach etwa zwei Wochen verdoppelte sich die Leistung, und inzwischen sind wir bei drei bis vier Eiern täglich.

Nachdem die erste Freude verflogen war und sich die Eierkartons im Kühlschrank zu stapeln begannen, legte der Schatz seine Stirn in sorgenvolle Falten und murmelte etwas von „verkaufen“. Undenkbar! Ein recht altes Rezeptbuch wurde herausgekramt, ganze Versuchsreihen zum Einfrieren von Eiern aufgelegt (so erstklassige Baisers hatte ich nie zuvor!) und die Familie mit Kuchen aus dem Einweckglas überrascht. Mittlerweile sind fast alle Gläser gefüllt, auch die nachgekauften, und die Hochrechnungen für die benötigten Eiermengen für die Weihnachtsbäckerei laufen auf vollen Touren. Hoffentlich reicht die Zeit noch.
Zu finden in: Stall und Weide

Freitag, 22. Oktober 2010

Dezenter Cacao-Duft

Seit einigen Jahren wandelt sich Frau Rotfuchs mit dem Ende des Sommers allmählich zu einer Drachendame: Zuerst werden die Hände um die Knöchel herum rau und rissig, dann wird die Haut an den Schienbeinen dünn, trocken und schuppig. Und bei ganz viel Kälte und großem Streß dehnt sich dieses Phänomen auf die gesamte Körperoberfläche aus – hrmpf.

Bei den Händen hilft nur Geduld, cremen und Handschuhe bei Draußenaufenthalten und Arbeiten aller Art. Für die restlichen Sanierungsarbeiten reicht tägliches liebevolles Eincremen eigentlich aus, wobei – meist aus der Not heraus – die Zutaten wechseln: Kaum ist ein brauchbares Produkt gefunden, das freundlich zur Haut ist und nicht aufdringlich riecht, wird es kurze Zeit später vom Markt genommen. Ärgerlich.

Nun, dieses Jahr fiel mir eine Body Butter mit „dezentem Cacao-Duft“ in die Hände. Kannte ich noch nicht, schien vielversprechend, wurde mitgenommen. Tatsächlich scheint es eher eine Creme zu sein; aber wie auch immer, sie ist gut zu meiner Haut und fühlt sich fabelhaft an.

Allerdings rieche ich jetzt wie eine Sahne-Karamell-Praline.
Zu finden in: Reiterstübchen

Utn Peerstall

Das sind keine Haflinger!

gerade im Stall:

Du bist nicht angemeldet.

Stallordnung

Alle Einträge von cu ruadh sind extrem subjektiv und aus persönlichem Erleben entstanden. Anmerkungen und Kommentare sind erwünscht, allerdings bitte ich um einen höflichen und freundlichen Umgangston. Kurz gesagt: Wer pöbelt, suche sich einen anderen Stall!

Besucher im Peerstall:


Aus der Hexenküche
Büroalltag
Einfahrt und Parkplatz
Land und Leute
Privat!
Reiterstübchen
Stall und Weide
Über die Weiden geschaut
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren