Dienstag, 5. Oktober 2010

Projektwoche

Die Schule unserer Kinder veranstaltet diese Woche eine Projektwoche. So etwas finde ich toll. Allerdings hätte ich nie mit solchen Auswirkungen auf unser familiäres Leben gerechnet.

06:15 Aufstehen. Frühstück vorbereiten, Essen zum Mitnehmen einpacken.
06:23 Tochterkind (Projektleiterin „Lyrik und Literatur“) aus dem Bett schubsen, weil sie ihren Wecker nicht gehört hat.
07:00 Tochterkind aus dem Haus befördern.
07:43 Zwei Weidezaunpfähle ersetzen, damit die Ponies und die Hengste nicht abhauen.
08:04 Expressduschen gehen.
08:22 Mit den Hunden starten.
08:35 Sohn (Projekt „Landwirtschaft“) ermahnen, rechtzeitig fertig zu werden. Zur Arbeit fahren.
11:28 Anruf von Sohn: „Kann ich den Kuchen essen und noch PlärrStation spielen, bis ich abgeholt werde?“
14:23 Anruf von Tochterkind: „Der hat alles rumliegen gelassen! Kann ich fernsehen?“
14:48 Anruf von Tochterkind: „Die Schule hat angerufen, du sollst Sohn abholen, der ist umgekippt.“
14:52 Alarmstart vom Parkplatz. Warnleuchte im Cockpit geht an.
15:20 Schwer lädiertes Kind mit blutigem Pflaster am Kinn an der Schule in Empfang genommen. Berichtet bekommen, Sohn sei bei der Besichtigung des eines Melkstandes umgestürzt wie ein Brett.
15:58 Eintreffen beim Hausarzt. Lesen der Bedienungsanleitung entschlüsselt Warnleuchte als „Problem in der Abgasanlage. Fachbetrieb aufsuchen.“ Toll.
17:03 Hausarzt stellt fest, das müsse genäht werden. (Ach.) Sämtliche Termine inzwischen geplatzt, weil kein Handyempfang, also keine Möglichkeit, irgendwas zu regeln.
17:14 Zu Hause. Nach dem Rechten sehen, ein paar Telefonate erledigen, ein paar Sachen fürs Krankenhaus zusammenpacken.
17:30 Anruf vom Projektbetreuer, wie es Sohn denn wohl ginge.
17:35 Auf ins Krankenhaus!
18:05 Ein paar kurzweilige Gespräche über Notfälle, Erstversorgung und das richtige Ausfüllen von Begleitzetteln.
19:40 Wieder zu Hause. Tochterkind gelobt für fleißiges Helfen. Sohn weggepackt, um Essen gekümmert. Katzenbande gefüttert, Hühner rein, Hunde raus. Kinder ins Bett befördert.
21:00 Projektbetreuer angerufen, neueste Erkenntnisse mitgeteilt, die Modalitäten des zweiten Projekttages besprochen.
21:20 Alles erledigt. Inclusive des Tages und meiner Person.

Ich bin schon so auf den Rest der Woche gespannt.
Zu finden in: Reiterstübchen
romeomikezulu - 5. Okt, 22:57

Wow!
Ich gebe zu: SOWAS kriegt in dieser Organisationsdichte eben nur
eine FRAU hin!

(/applaus)

cu ruadh - 6. Okt, 08:27

Vielen Dank ... allerdings ist dafür auch wirklich alles andere liegen geblieben, und ich mußte mich für ein paar geplatzte Termine entschuldigen, die ich nicht hatte absagen können. Was mir zutiefst widerstrebt. Beides.

Und - nicht zu vernachlässigen: Ich hatte Hilfe vom allerbesten Schatz.

Utn Peerstall

Das sind keine Haflinger!

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Alle Einträge von cu ruadh sind extrem subjektiv und aus persönlichem Erleben entstanden. Anmerkungen und Kommentare sind erwünscht, allerdings bitte ich um einen höflichen und freundlichen Umgangston. Kurz gesagt: Wer pöbelt, suche sich einen anderen Stall!

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