Dienstag, 30. April 2013

Mai

In früheren Zeiten - auch in meinen früheren Zeiten - war die Zeit um den ersten Mai eine feierliche. Ursprünglich war es ein Fest, um die helle Zeit zu begrüßen, die Monate des Lichts und des Überflusses. Feuer wurden entzündet, um die dunkle Jahreshälfte endgültig zu vertreiben, und das Vieh wurde durch den Segen bringenden Rauch getrieben, um anschließend auf die Sommerweiden verbracht zu werden; und man fand sich zusammen, um gemeinsam die helle Jahreshälfte zu feiern.

Ähnlich war es auch in meinen früheren Zeitenim Fantasy-Verein - schließlich versprach Belthaine das erste Treffen des Jahres zu sein, an dem man sich draußen nicht den Allerwertesten abfror. Man traf Freunde, die man ein Dreivierteljahr nicht gesehen hatte, es wurde gegessen, getrunken und gesungen, Verbindungen wurden geschlossen, von denen manche nicht den Sommer überdauerten, andere ein halbes Leben hielten. Die für mich schönsten Belthaine-Feste waren die in Remscheid im Puppenhaus, wo sich viel zu viele Leute in einem winzigen, denkmalgeschützten Fachwerkhäuschen drängten und der genervte Hund des Hausherrn jedes Mal ab dem zweiten Tag seine Leine anschleppte, kaum daß ich aufgestanden war. Dort habe ich guten Whisky kennen und schätzen gelernt und grauenvolle Aufgesetzte und herausgefunden, daß Cola aus Silberbechern widerwärtig ist.

Inzwischen ist es leise geworden zum ersten Mai. Mein Leben ist ein anderes, von den alten "Freunden" haben die wenigsten überdauert. Geblieben aber ist das Gefühl, daß dieser Tag etwas Besonderes ist. Und ich werde sicherlich heute Abend mit einem Glas Rotwein oder Whisky an einem kleinen Feuer sitzen.

Háil Dana,
Failté ghrian agus
Slainte ar ath-cairde!
Zu finden in: Über die Weiden geschaut

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