Weg!
Seit Jahren wohnte mein Ehering zuverlässig an dem Finger, an den ihn der Schatz seinerzeit gesteckt hatte. Erst ungewohnt, wurde er fester Bestandteil meines Ich, und ich hätte mir nie vorstellen können, ohne ihn zu sein.
Dann gab es eine kleine Rangelei im Stall mit Tochterkind, und von zehn möglichen Fingern mußte es ausgerechnet dieser Ringfinger sein, der gestaucht wurde. Sozusagen in letzter Minute gelang es mir noch, den Ring über das anschwellende Gelenk zu zwingen, was sehr schmerzhaft war und zu länger anhaltenden Problemen führte. In der Hoffnung, der Ringfinger werde bald wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückgekehrt sein, trug ich meinen Ring fortan auf dem kleinen Finger, was auch ganz gut paßte. Jedenfalls, so lange es warm war.
Kühlere Temperaturen sorgen für schmalere Finger und demzufolgend rutschenden Fingerschmuck. Du ahnst es schon? Mein Ring, Zeichen innigsten Verbundenseins mit dem Schatz, verschwand. Auf Nimmerwiedersehen. Die Zeitspanne zwischen dem sicheren Noch-Vorhandensein und dem definitiven Verschwundensein ist so groß – er könnte beim Einkauf verlorengegangen sein oder irgendwo im Haus oder auf dem Weg zur Arbeit oder ich habe ihn den Hengsten beim Füttern vorgeworfen.
Heul!
Der Tag war gelaufen. Der Schatz, der allerbeste, suchte alles in Haus und Hof ab, ich jeden Weg, den ich gegangen war, aber vergeblich. Wieder zu Hause, nahm mich der Schatz in die Arme und sagte: „Tja. Dann muß ich Dir wohl einen neuen kaufen.“
Mußt du dann wohl, Schatz. Bis dahin trage ich – mit Einverständnis – erst einmal den von Mama. Auch nicht auf dem lädierten Ringfinger. Weil er mir zu groß ist.
Dann gab es eine kleine Rangelei im Stall mit Tochterkind, und von zehn möglichen Fingern mußte es ausgerechnet dieser Ringfinger sein, der gestaucht wurde. Sozusagen in letzter Minute gelang es mir noch, den Ring über das anschwellende Gelenk zu zwingen, was sehr schmerzhaft war und zu länger anhaltenden Problemen führte. In der Hoffnung, der Ringfinger werde bald wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückgekehrt sein, trug ich meinen Ring fortan auf dem kleinen Finger, was auch ganz gut paßte. Jedenfalls, so lange es warm war.
Kühlere Temperaturen sorgen für schmalere Finger und demzufolgend rutschenden Fingerschmuck. Du ahnst es schon? Mein Ring, Zeichen innigsten Verbundenseins mit dem Schatz, verschwand. Auf Nimmerwiedersehen. Die Zeitspanne zwischen dem sicheren Noch-Vorhandensein und dem definitiven Verschwundensein ist so groß – er könnte beim Einkauf verlorengegangen sein oder irgendwo im Haus oder auf dem Weg zur Arbeit oder ich habe ihn den Hengsten beim Füttern vorgeworfen.
Heul!
Der Tag war gelaufen. Der Schatz, der allerbeste, suchte alles in Haus und Hof ab, ich jeden Weg, den ich gegangen war, aber vergeblich. Wieder zu Hause, nahm mich der Schatz in die Arme und sagte: „Tja. Dann muß ich Dir wohl einen neuen kaufen.“
Mußt du dann wohl, Schatz. Bis dahin trage ich – mit Einverständnis – erst einmal den von Mama. Auch nicht auf dem lädierten Ringfinger. Weil er mir zu groß ist.
cu ruadh - 12. Sep, 14:30
Zu finden in: Reiterstübchen
