Unterwegs
Inzwischen fahre ich ja gar nicht mehr so gern mit dem Auto durch die Republik. Okay, wenn ich denn mal fahre(n muß), dann fahre ich gern schnell. So schnell es mit dem Lieferwägelchen eben geht. Aber nicht gern. Und schon gar nicht gern weit. Wahrscheinlich wird man im Alter bodenständiger. Höhö. Vor diesem Hintergrund war der Ausflug zu Papa am Wochenende natürlich eine Herausforderung. Tochterkind und ich und das Lieferwägelchen machten uns auf den Weg, einen Gefrierschrank einzufangen … allein der Start brauchte schon viel länger als geplant, weil ich eigentlich keine Lust hatte. Aber versprochen ist versprochen.
Die Fahrt war lang, langweilig, weitestgehend ereignislos und von Brausebonbons geprägt, die das Tochterkind eingepackt hatte – Tochterkinds leuchtendes Zungengrün war schon für den einen oder anderen Lacher gut. Ein wenig komisch wurde mir, als vertraute Landmarken in Sicht kamen. Zu Hause … früher mal. In einem Leben vor diesem bin ich oft diese Strecke gefahren, um nach Hause zu kommen …
Endlich angekommen, war Papa irritiert: „Ihr seid schon da!?? Du wolltest doch erst morgen …“ Nein, sicher nicht. Sonntags habe ich frei. So weit es geht, jedenfalls. Das vorzeitige Erscheinen hat Tochterkind und mich um ein Essen mit Papa und meinem Bruder gebracht – wie wirklichso was von überhaupt nicht schade!
Der small talk bis zum Einladen des Gefrierschrankes war nahezu ebenso langweilig wie die Fahrt. Papa und seine Welt sind sehr klein geworden und drehen sich derzeit ausschließlich um seinen Umzug, für anderes ist kein Platz. Den Transport der verbleibenden Möbel organisiert mein Bruder, das Einräumen, Aufräumen und Verschönern meine Schwester; die Gewißheit, das irgendwann vorgehalten zu bekommen, verbleibt bei mir.
Und so sind Tochterkind und ich mit einbrechender Dunkelheit wieder gestartet, versehen mit einem Gefrierschrank („das Suppengemüse habe ich dir dringelassen, das brauch ich ja nicht“), einem Glas voller Bonbons unbekannten Alters, einem weiteren Glas voller Cents und einem alten Kolbenfüllfederhalter mit Goldfeder (auf den ich schon seit über zwanzig Jahren scharf war). Und der Vermutung, daß wir das nächste Mal erst zu Papas Beerdigung nach Hannover fahren werden.
Sagte ich schon, daß ich gar nicht mehr so gern Auto fahre? Vor allem im Dunkeln?
Die Fahrt war lang, langweilig, weitestgehend ereignislos und von Brausebonbons geprägt, die das Tochterkind eingepackt hatte – Tochterkinds leuchtendes Zungengrün war schon für den einen oder anderen Lacher gut. Ein wenig komisch wurde mir, als vertraute Landmarken in Sicht kamen. Zu Hause … früher mal. In einem Leben vor diesem bin ich oft diese Strecke gefahren, um nach Hause zu kommen …
Endlich angekommen, war Papa irritiert: „Ihr seid schon da!?? Du wolltest doch erst morgen …“ Nein, sicher nicht. Sonntags habe ich frei. So weit es geht, jedenfalls. Das vorzeitige Erscheinen hat Tochterkind und mich um ein Essen mit Papa und meinem Bruder gebracht – wie wirklich
Der small talk bis zum Einladen des Gefrierschrankes war nahezu ebenso langweilig wie die Fahrt. Papa und seine Welt sind sehr klein geworden und drehen sich derzeit ausschließlich um seinen Umzug, für anderes ist kein Platz. Den Transport der verbleibenden Möbel organisiert mein Bruder, das Einräumen, Aufräumen und Verschönern meine Schwester; die Gewißheit, das irgendwann vorgehalten zu bekommen, verbleibt bei mir.
Und so sind Tochterkind und ich mit einbrechender Dunkelheit wieder gestartet, versehen mit einem Gefrierschrank („das Suppengemüse habe ich dir dringelassen, das brauch ich ja nicht“), einem Glas voller Bonbons unbekannten Alters, einem weiteren Glas voller Cents und einem alten Kolbenfüllfederhalter mit Goldfeder (auf den ich schon seit über zwanzig Jahren scharf war). Und der Vermutung, daß wir das nächste Mal erst zu Papas Beerdigung nach Hannover fahren werden.
Sagte ich schon, daß ich gar nicht mehr so gern Auto fahre? Vor allem im Dunkeln?
cu ruadh - 18. Jan, 13:31
Zu finden in: Reiterstübchen
