Mittwoch, 20. Oktober 2010

November feeling

Es mag an der Jahreszeit liegen, dass manche von uns nachdenklicher werden. Die Tage werden kürzer und dunkler, die Zeit der Ernte ist nahezu vorbei, und das Feuerwerk der Natur ist ein letztes Winken und Fahnenschwenken, bevor sich alles zur Ruhe begibt. Für manche von uns ist diese leise Wehmut der Welt vielleicht spürbarer als für andere und ein Zeichen innezuhalten, zurück-, nach innen zu schauen. Manche von uns haben in dieser Zeit einen breakpoint, der uns stets wieder einholt.

Und dann schauen wir zurück und fragen uns nach dem Warum. Ob es hätte anders laufen können. Wie es ihm/ihr/ihnen jetzt wohl geht. Natürlich wissen wir, dass vergangen und unwandelbar ist, was hinter uns liegt. Natürlich wissen wir, dass das, was hinter uns liegt, uns zu dem gemacht hat, was wir jetzt sind.

Dennoch können wir manchmal nicht loslassen. Etwas nicht als erledigt abhaken und wegpacken. Manchmal tragen wir Dinge lange Zeit mit uns herum und können sie eine Weile ignorieren, bevor sie sich irgendwie wieder Bahn brechen und Raum fordern in unserem Dasein, zumindest aber in unserem Denken. Irgendwie, irgendwann lernen wir vielleicht, damit zu leben. Es zu ertragen.

Und Ihr, die Ihr solche Dinge wegsteckt, abarbeitet und beiseite packen könnt – Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich Euch beneide.
Zu finden in: Über die Weiden geschaut

Utn Peerstall

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Alle Einträge von cu ruadh sind extrem subjektiv und aus persönlichem Erleben entstanden. Anmerkungen und Kommentare sind erwünscht, allerdings bitte ich um einen höflichen und freundlichen Umgangston. Kurz gesagt: Wer pöbelt, suche sich einen anderen Stall!

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