Nie wieder
… wird sie mich anrufen, um sich zu beklagen, dass man von uns ja nie was hört.
… wird sie mir vorwerfen, dass die Renovierungsarbeiten an Hof und Haus nicht schnell genug voranschreiten.
… wird sie sich ärgern, dass sie nicht zwanzig Jahre jünger ist, damit sie bei uns noch mal so richtig wirbeln könne.
… wird sie uns ihre wunderbaren Kekse schicken.
… wird sie die Kinder mit Pullover, T-Shirts, Socken und Kuscheltieren beschenken.
Vor 12 Tagen verstarb Mama im Alter von 82 Jahren.
Ich würde gern sagen, überraschend und unerwartet. Aber es war nicht überraschend, denn sie war schon lange nicht mehr gesund; und seit Ende letzten Jahres ging es ihr so wenig gut, dass sie sich ein Ende wünschte. Es war somit auch nicht wirklich unerwartet.
Aber wie kann man sich vorbereiten auf das Ableben eines nahe stehenden Menschen?
Obschon … sehr nahe standen wir uns nicht. Über vieles waren wir sehr unterschiedlicher Auffassung, was manches Mal zu heftigen Debatten Anlaß gab. Und ihr rasch zunehmendes Unvermögen, die Dinge so zu erledigen, wie sie wollte, machte sie unwirsch und oft schwer zu ertragen. Und doch hat es mich sehr getroffen.
Ein Mensch, der Zeit meines Lebens dagewesen ist, ist nun nicht mehr. Es bleibt ein eigenartiges, leeres, verlassenes Gefühl.
Wir trösten uns damit, daß es für sie so besser war, ihrem Wunsch entsprach. Sie hat sehr gelitten, hat oft starke Schmerzen gehabt, wollte zum Schluß auch nicht mehr weiter.
Wir, die wir zurückbleiben, müssen damit leben lernen, dass einer von uns nun fehlt.
… wird sie mir vorwerfen, dass die Renovierungsarbeiten an Hof und Haus nicht schnell genug voranschreiten.
… wird sie sich ärgern, dass sie nicht zwanzig Jahre jünger ist, damit sie bei uns noch mal so richtig wirbeln könne.
… wird sie uns ihre wunderbaren Kekse schicken.
… wird sie die Kinder mit Pullover, T-Shirts, Socken und Kuscheltieren beschenken.
Vor 12 Tagen verstarb Mama im Alter von 82 Jahren.
Ich würde gern sagen, überraschend und unerwartet. Aber es war nicht überraschend, denn sie war schon lange nicht mehr gesund; und seit Ende letzten Jahres ging es ihr so wenig gut, dass sie sich ein Ende wünschte. Es war somit auch nicht wirklich unerwartet.
Aber wie kann man sich vorbereiten auf das Ableben eines nahe stehenden Menschen?
Obschon … sehr nahe standen wir uns nicht. Über vieles waren wir sehr unterschiedlicher Auffassung, was manches Mal zu heftigen Debatten Anlaß gab. Und ihr rasch zunehmendes Unvermögen, die Dinge so zu erledigen, wie sie wollte, machte sie unwirsch und oft schwer zu ertragen. Und doch hat es mich sehr getroffen.
Ein Mensch, der Zeit meines Lebens dagewesen ist, ist nun nicht mehr. Es bleibt ein eigenartiges, leeres, verlassenes Gefühl.
Wir trösten uns damit, daß es für sie so besser war, ihrem Wunsch entsprach. Sie hat sehr gelitten, hat oft starke Schmerzen gehabt, wollte zum Schluß auch nicht mehr weiter.
Wir, die wir zurückbleiben, müssen damit leben lernen, dass einer von uns nun fehlt.
cu ruadh - 17. Mai, 14:58
Zu finden in: Privat!
